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Katholische sorbische Lausitz

Karfreitag "Klepotanje - Klappern"

Am Karfreitag (Fastentag) ziehen in einigen Kirchdörfern Jungen früh, mittags und abends mit hölzernen Klappern (als Ersatz für das sonst übliche Kirchengeläut) zu Wegkreuzen und Kapellen, um dort gemeinsam zu beten
.
Ostersonntag "Kři˛erjo - Osterreiten"

Das Osterreiten ist der bekannteste Brauch der katholischen Sorben. Am Ostersonntag reiten in neun Prozessionen weit über tausend festlich gekleidete Männer im Gehrock und Zylinder auf geschmückten Pferden von der Heimatkirche zum benachbarten Kirchspiel. Sie führen in ihrer Prozession Kirchenfahnen, das Kreuz und die Statue des Auferstandenen mit. Sorbische Kirchenlieder singend und traditionelle Gebete sprechend, verkünden die Osterreiter die Auferstehung Christi. Die erste urkundliche Erwähnung dieses Brauchs datiert aus dem Jahr 1490; zwischen Wittichenau und Ralbitz findet das Osterreiten seit 1540 ununterbrochen statt.

 

Prozession

reitet nach

ab Uhr

an Uhr

Bautzen
zurück Radibor

Radibor
Bautzen

10.45
14.30

12.30
16.30

Ralbitz
zurück Wittichenau

Wittichenau
Ralbitz

09.15
15.00

12.15
18.00

Wittichenau
zurück Ralbitz

Ralbitz
Wittichenau

09.20
15.00

12.00
17.30

Crostwitz
zurück Panschwitz

Panschwitz
Crostwitz

12.30
15.00

15.00
17.00

Panschwitz
zurück Crostwitz

Crostwitz
Panschwitz

12.45
14.45

13.45
17.00

Radibor
zurück Storcha

Storcha
Radibor

11.45
15.30

14.00
17.30

Storcha
zurück Radibor

Radibor
Storcha

12.00
15.30

14.00
17.30

Nebelschütz
zurück Ostro

Ostro
Nebelschütz

12.00
15.30

14.00
17.45

Ostro
zurück Nebelschütz

Nebelschütz
Ostro

12.00
15.30

14.00
17.00

 
30. April "Chodojtypalenje - Hexenbrennen"

Das Hexenbrennen in der Walpurgisnacht des 30. April sollen die Hexen vertreiben werden, die zwar für die Menschen ungefährlich waren aber über das Vieh Unheil brachten. Am Walpurgisabend versammelt sich die Dorfbevölkerung am Feuer, Kinder und Jugendliche zünden den Hexenhaufen an. Mit brennenden Besen schlagen sie Kreise, um die Hexen zu verscheuchen.

11. November "Swjaty Měrćin - Martinsfest"

An diesem Tag ist das Heischesingen der Kinder sehr verbreitet. Der Brauch des Martinssingens geht auf die Legende des heiligen Martin zurück, der im 4. Jahrhundert seinen Mantel zerschnitt, um eine Bettler vor dem Erfrieren zu retten.

4. Dezember "Swjata Borbora - Die heilige Barbara"

Am Vorabend ihres Namenstages geht die "heilige Barbara" im Kirchspiel Wittichenau von Haus zu Haus und beschenkt die Kinder. Sie hat ein weißes Brautkleid an und trägt vor dem Gesicht einen Schleier, begleitet wird sie von zwei Weihnachtsmännern. Sie wird seit dem Mittelalter als Nothelferin verehrt.

6. Dezember "Swjaty Mikławš - Nikolaustag"

Am Vorabend seines Namenstages kommt der heilige Nikolaus und legt den Kindern Süßigkeiten in die bereitgestellten geputzten Schuhe. Dieser Brauch geht zurück auf Bischof Nikolaus von Myra, der vor allem arme Kinder beschenkt haben soll. Im Kirchspiel Radibor finden Heischegänge der Kinder an diesem Tag statt.


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